15 Oktober 2020

Kugel aus Ton – eine Anleitung

Für den Töpferbedarf gibt es diverse Eindrückformen aus Gips. Ich verwende hiervon vorwiegend Halbkugel-Formen in verschiedenen Durchmessern, da Kugeln die häufigsten Körper sind, die ich bisher für meine Arbeiten benötige. Beispiele hierfür sind Kugeltiere, Köpfe und Körper, Kugeln für Steelen und Lichtkugeln. 
Hier zeige ich Euch, wie ich aus zwei Halbkugeln eine Kugel erstelle.

1. Da ich von jeder Gipsform nur eine besitze, packe ich die erste Halbkugel, die ich aus der Gipsform heraushole in Frischhaltefolie, damit sie nicht härter und kleiner wird, bis die zweite Halbkugel fertig ist. Die Halbkugeln sollten beide etwa lederhart sein, wenn sie verbunden werden.

Zwei Halbkugeln:



2. Die Halbkugelränder raue ich auf, damit sie anschließend besser verbunden werden können. Hierfür gibt es auch spezielles Werkzeug.



3. Auf die aufgerauten Ränder trage ich Tonschlicker auf, der als Kleber fungiert und die beiden Halbkugeln verbindet.



4. Nun verbinde ich die beiden Halbkugeln und drücke sie leicht an, ohne die Form zu verändern.



5. Nun nutze ich das Palettmesser, um den Tonschlicker zu verteilen, überflüssigen Tonschlicker zu entfernen und die Ränder zu verbinden und zu glätten.



Hier gebe ich Euch noch einen Ausblick auf zwei fertige Kugeln (nach dem Schrühbrand). Damit die warme Luft sich ausdehnen kann, müssen die Kugeln natürlich ein Loch erhalten. Sonst würden sie im Ofen gesprengt. In diesem Fall sind es große Löcher, da die Kugeln für eine Steele gedacht sind. Die linke Kugel ist bereits mit Streichglasur bemalt, die rechte noch nicht. Bald zeige ich Ergebnisse meiner fertigen Kugeln nach dem Glasurbrand.



Viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Christian

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